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Bayreuth

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Datum
21.10.2020

Berufsleben remote

Digitale Bewerbung und Vorstellungsgespräch, ein Joballtag im Homeoffice. Durch die Corona-Pandemie läuft im Job immer mehr remote – also virtuell. Welche Herausforderungen und Chancen sich dadurch für Berufstätige und Jobsuchende ergeben.

Berufsleben remote
(GettyImages/filadendron)

Die Corona-Pandemie und der wochenlange Lockdown haben Arbeitnehmer deutschlandweit ins Homeoffice versetzt und auch Bewerbungen, Vorstellungsgespräch und Einarbeitung liefen vielerorts nur noch digital. Remote Work, also arbeiten von zuhause oder wo auch immer man gerade ist – das wird schon seit Jahren von Trendforschern als einer der neuen Mega-Trends im Berufsleben prognostiziert.

Durch Covid-19 hat diese Entwicklung quasi über Nacht eine völlig neue Relevanz erhalten. Denn viele Vorgesetzte, die dem Homeoffice bislang eher kritisch gegenüber standen, habe gesehen: Es funktioniert – und zwar weit besser als gedacht. „Viele Führungskräfte haben ihre Vorurteile gegen das Homeoffice in der Pandemie abgebaut und sehen, dass ihre Mitarbeiter auch zuhause sehr produktiv arbeiten können – und eine Menge Zeit sparen, weil viele Dienstreisen wegfallen“, sagt Emine Yilmaz, Vice President beim Personaldienstleister Robert Half.

Remote Work: Arbeitsplatz der Zukunft

Auch Arbeitnehmer haben die Vorteile des Homeoffice schätzen gelernt: Das lästige Pendeln mit Bus, Bahn und Auto fällt weg und damit häufig ein bis zwei Stunden täglich. Und auch ständige Ablenkungen im Büro, stundenlange Meetings und unnötige Geschäftsreisen entfallen beim remote arbeiten. Das spart viel Zeit – und Nerven.

Wie wichtig Berufstätigen die Möglichkeit ist, „außer Haus“ zu arbeiten, zeigt auch eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts IDG Research Service: Danach sind die Themen Mobilität (58 %), flexible Arbeitszeiten und Remote-Arbeit (54 %) für mehr als die Hälfte der befragten Arbeitnehmer eines der wichtigsten Kriterien für den Arbeitsplatz der Zukunft.

Bewerbung digital

Doch nicht nur das Arbeitsleben wird immer virtueller, auch Bewerbungsprozess, Vorstellungsgespräch und Einarbeitung laufen spätestens seit der Covid-19-Pandemie überwiegend digital. Einer aktuellen Studie des Personaldienstleisters Robert Half zufolge haben 95 Prozent der Unternehmen für Einstellungsgespräche und Einarbeitung seit Beginn der Covid-19-Pandemie Tools wie Zoom, Skype oder Microsoft Teams eingesetzt. „Schätzungsweise 25 bis 30 Prozent der Bewerbungsprozesse laufen komplett remote ab“, sagt Yilmaz.

Die neue flexible Jobwelt bringt viele neue Möglichkeiten für alle, die durch die Corona-Pandemie ihren Job verloren haben, derzeit in Kurzarbeit feststecken oder in einer krisengebeutelten Branche tätig sind. „Bewerber haben jetzt viel mehr Chancen, sich ortsunabhängig deutschlandweit nach einer spannenden Arbeit umzuschauen – und auch über den regionalen Tellerrand des Wohnortes nach attraktiven Arbeitgebern zu suchen, Gerade, wenn jemand in einer Krisenbranche angestellt ist – und neue Perspektiven sucht.“, sagt Yilmaz. Denn viel mehr Unternehmen stellen jetzt auch neue Mitarbeiter ein, die komplett remote arbeiten.

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